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FW NÜRNBERG VOR ORT AM REICHELSDORFER KELLER


Die einzigartige Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller soll dem Bauvorhaben eines Münchner Investors weichen. Dagegen regt sich in der Bevölkerung mittlerweile erheblicher Widerstand.

Auf Einladung der Quartiersinitiative Reichelsdorfer Keller machten sich Mitglieder der FW Nürnberg am 11.04.2022 ein Bild vor Ort. Frau Dr. Dorith Müller erläuterte die historischen Zusammenhänge und die umweltbezogenen Auswirkungen des Bauvorhabens und warb für den Erhalt der Rennbahn als sporthistorisches Bauwerk und für eine Wiederbelebung der Radrennbahn als Begegnungsstätte für jung und alt. Die im Jahr 1904 errichtete Radrennbahn ist mit ihrem 400m Radius und den extremen Steilkurven baulich einzigartig. Der alt gewachsene Baumbestand rund um die Radrennbahn beherbergt eine geschützte Fledermausart. Mittlerweile wurde das seit 2019 nicht mehr genutzte Gelände an einen Investor verkauft, der darauf einen großen Wohnkomplex errichten möchte. Für das Bauvorhaben muss der Bebauungsplan noch geändert werden, der die Umwandlung der aktuellen Grün- und Sportfläche in Bauland, die Genehmigung zum Fällen von ca. 200 alten Bäumen und eine großflächige Versiegelung der Grünflächen vorsieht.

"Ich sehe den Abriss der historischen Radrennbahn, die ein wesentlicher Teil der Identität am Reichelsdorfer Keller ist, insgesamt sehr kritisch",

konstatiert Thomas Estrada, Vorsitzender der FW-Nürnberg nach dem Besuch.

"Nürnberg hat eine bedeutende Radrennfahrertradition. Niemand käme auf die Idee, den einzigen Fußballplatz einer Stadt zu planieren. Für das historische Radstadion am Reichelsdorfer Keller darf nichts anderes gelten",

fordert der frühere Bahnradfahrer und heutiges FW-Vorstandsmitglied Dr. Robert Mahler.


veröffentlicht am 12.04.2022 auf freie-waehler-nuernberg.de